Petra von Alvensleben


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Die 2. Wahrheit

Es gibt noch etwas, das ihr wissen solltet,
wenn ihr euch auf den Weg macht und mich um
Unterstützung bittet:
Heilung bedeutet für mich: ganz zu werden.
Das heißt, dass alle Teile, die zum Puzzle gehören,
angeschaut werden.
Die guten wie die schlechten.
Ich werde euch mit eurem
Schatten konfrontieren.
Und mit dem Schatten eurer Vorfahren.
Ihr werdet auch eurem Licht begegnen, eurer Größe, euerer
wahren Bestimmung - aber auch eurem Schatten.
Er gehört dazu.

Das bedeutet, dass auch ich einen Schatten habe. Ich bin nicht vollkommen.
Mit jedem Schritt, den ich tue, komme ich meinem wahren Selbst ein wenig näher, gehe näher in Richtung Weisheit.
Aber ich bin nicht vollkommen.
Manchmal hege ich Rachegedanken, fahre aus der Haut, fühle mich schnell verletzt.
Manchmal bin ich liebevoll, klug und weise, denn ich habe schon sehr viel gesehen.

Wenn ihr mich anseht, dann seht ihr manchmal eure eigene Größe und Weisheit.
Und manchmal seht ihr euren Hass, eure Verzweifelung, eure Ohnmacht.

Bist du bereit, dich dem zu stellen?

Heilung und Frieden entsteht für mich dort, wo ich alle Aspekte angeschaut habe und ihnen zustimme.
Solange ich meinen Schatten bekämpfe, bin ich nicht geheilt.

"Die Wahrheit ist dein Weg in die Freiheit" hat mein Geistführer auf einer schamanischen Reise zu mir gesagt.

Die Wahrheit - das sind verschiedene Aspekte der Realität.
Bist du bereit, sie anzuschauen? Sie auszuhalten? Ihnen zuzustimmen?
Ein Thema verändert sich, wenn ich es angeschaut habe. Oftmals ganz von allein.

In mir lebt eine starke Kraft. Weil ich um ihre Zerstörungs-Energie weiß, kann ich mich
nun bewußt entscheiden: setzte ich sie zum Wohle aller ein, oder gebe ich mich blinder Zerstörungswut hin?
Erst, wenn ich um meine Zerstörungswut weiß, wenn mir bewußt ist, dass auch dieser Aspekt in mir wohnt, kann ich mich dazu entscheiden, es nicht auszuleben.
Leugne ich hingegen diese starke aggressive Kraft in mir, indem ich mich nur in Licht und Liebe einhülle, führt sie im Untergrund ein Schattendasein und lenkt mich, anstatt dass ich sie lenke.

Wohl dem, der bereits Frieden gefunden hat und sich über die Schwächen der Menschen erhebt, um sie so sein zu lassen, wie sie sind. Wohl dem, der bereits in Liebe lebt. Ich kann es noch nicht. Ich bin auf dem Weg dort hin.
Wenn du zu mir kommst, spiegele ich dir deine eigene Wut und Ohnmacht - eben weil ich sie kenne.

Nehmt die Tarot-Karten oder die Kraft-Tiere als Beispiel: die Karte hat
immer zwei Seiten. Eine positive und eine negative, je nachdem, ob ich sie mit der stehenden Seite herausziehe oder ob das Bild auf dem Kopf steht.
Das Tarot und die Krafttiere zeigen auf: ein Bär ist ein starker mütterlicher Beschützer, sein Schatten ist jedoch Trägheit und manchmal blinder Zorn.
Das Tarot oder die Krafttiere sind alte Symbole aus einer Zeit, in der man noch wußte, dass es wohlgesonnene und übelgelaunte Kräfte gibt. Wir müssen sie sehen, uns gegebenfalls dagegen schützen oder auch gegen sie kämpfen und immer auch wissen, sie wohnen auch in uns. Der Teufel ist nichts, das außerhalb unserer Selbst wohnt.

Es ist ein schamanischer Weg, den ich gehe. Dieser Weg ist nicht naiv. Er ist heilig.
Er ist deshalb heilig, weil er alle Aspekte des Lebens mit hineinnimmt. Er grenzt nichts aus.
Er fordert dich auf, dich zu erkennen, deine Kraft kennen zu lernen und sie zum Wohle aller einzusetzten.
Er gaukelt dir nicht vor, dass es einfach sein wird. Du mußt bereit sein, diesen Weg selbst zu gehen, selbst zu lernen. Niemand wird es dir abnehmen, deinen Weg zu gehen.

Wenn dir das recht ist, wenn du nicht Heilung abseits der Schattenwelt suchst, dann bist du hier richtig.
Ihr findet in mir keine Vollkommene.
Aber ihr findet in mir eine Erfahrene.


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